Samstag, 2. April 2016

Leben mit Morbus Crohn ist oft Scheiße!


In letzter Zeit (ich spreche von einem Zeitraum von circa 6 Monaten) könnte ich den ganzen Tag nur laut "Scheiße" rufen, aber dazu fehlt mir einfach die Kraft!

Euch ist bestimmt aufgefallen, das ich seit längerem nur noch 1x die Woche einen Blogpost veröffentliche,
aber mich haben meine beiden chronischen Krankheiten Morbus Crohn und Rheuma wieder voll im Würgegriff und deswegen ist hier ein wenig ruhiger.
Aber trotz alledem brauche ich ein Ventil um meine Kreativität auszutoben und was Sofafreundlich ist. 
Stricken, klar das mache ich auch noch ohne Ende, aber ein bißchen Abwechslung brauche ich schon.

Darum wirbel ich jetzt auch mal mit dem Zeichenstift und zeichne und schreibe meine Wut, Hilflosigkeit und meinen Schmerz von Körper und Seele.

Das Bild ganz oben habe ich gezeichnet als die Bauchkrämpfe so extrem waren, das ich mich unbedingt ablenken musste. 

Ja, so sieht momentan mein Innerstes aus und es wird trotz Kortison nicht wirklich besser. Mehr Tiefs als Hochs. 

Wie würde ich gerne mal wieder ins Museum gehen oder sich auf ein Käffchen mit Freunden treffen. Aber der olle Crohn lässt es einfach nicht zu, der Scheißkerl!!!

Ich bin jetzt nicht ans Bett bzw. Sofa gefesselt, aber wenn ich eine feste Verabredung bevorsteht, stehe ich unter so starken Stress, das ich garantiert wieder nicht vom Klo runterkomme. 
Das heißt ich freue mich wie Bolle und bete: "Werde bloß nicht krank! Hoffentlich bleibt mein Darm ruhig!"

Was passiert, ihr ahnt es bestimmt schon, ich muss die Verabredung absagen. Gegen das Teufelchen namens Unterbewusstsein komme ich einfach nicht gegen an.

Für Nicht-Crohn´s ist das schwer zu verstehen, denn von Außen sehen wir relativ gesund aus, bis auf die schwarzen Augenringe. Die Haut schmeißt keine Falten, Dank des Kortisons. Crohni´s sieht man meistens nicht an was in ihrem Bauch für eine schmerzende Hölle brodelt, das man sich erst in seinen vier Wänden wieder wohl fühlt, weil man dort seine vertraute Toilette vorfindet. 

Jaja, die Krankheit macht einsam. Aber das ist für mich kein so großes Problem, denn ich bin eh immer zu sehr erschöpft und müde und nicht in der Lage mich zu unterhalten und gemeinsam zu Lachen.


Trotzdem lasse ich mich nicht von dem Schietkram nicht unterkriegen, noch laaaange nicht! Ich nicht!



Nun habe ich euch gerade meine innersten Gefühle und momentanen Gesundheitszustand präsentiert und hoffe ihr habt Verständnis dafür, warum ich nur einmal die Woche hier von mir hören lasse. 
Vielleicht wird es noch weniger oder vielleicht wieder mehr. 
Wir werden sehen!

Ich hoffe ich sehe euch hier wieder!




Kommentare:

  1. Mensch, Kirsten, das klingt nicht gut! Aber ich hoffe, Dir geht es bald wieder besser, so dass Du den Frühling richtig genießen kannst! Lass Dich nicht unterkriegen!
    Ganz liebe Grüße,
    Ioana

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    1. Liebste Ioana!
      Es hat so richtig gut getan, mal so einiges sich von der Seele zu schreiben!
      Danke für deine unheimlich lieben Worte zur Unterstützung, du glaubst gar nicht wie gut das tut!
      Herzliche Grüße,
      Kirsten

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  2. Liebe Kirsten, es ist nicht schön zu hören, dass MB und R dich wieder so in ihren Klauen haben. Aber lass dir gesagt sein: du bist nicht allein! Und ich meine das jetzt nicht, dass es noch mehr Menschen gibt, die unter dieser Krankheit leiden. Sondern, dass du viele liebe Freunde hast. Lass dir gesagt sein, man kann auch über eine große Entfernung befreundet sein, ohne sich je gesehen zu haben. Ich habe eine Brieffreundin in Schottland, die ich seit meinem 13. oder 14. Lebensjahr kenne. Mit KENNEN meine ich aber nur per Post..... jetzt per WhatsApp oder Skype! Wir sind uns noch nie im Leben begegnet und trotzdem dauert unsere Freundschaft an.
    Auch WIR haben uns noch nie persönlich kennenlernen dürfen, aber trotzdem fühle ich mich dir tief verbunden. Ich beobachte deine Posts auf allen Kanälen und fiebere mit, wenn es dir mal wieder besonders schlecht geht. Ich wünschte ich könnte dir helfen und dich von deinem Leiden befreien......!!!
    Hast du es eigentlich mal mit Yoga versucht? Ich muss sagen, dass man wirklich ruhiger wird und es auch im Alltag einsetzen kann um sich in schwierigen Situationen selbst wieder ins Lot zu bringen und zu beruhigen. Vielleicht könnte dir das helfen deine Nervosität zu bremsen, wenn du dich eigentlich auf etwas besonders freust?!
    Fühl dich ganz vorsichtig geknuddelt!
    Herzlichst!
    Yvonne

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    1. Meine liebste Yvonne!
      Ja, wir pflegen eine ganz besondere Freundschaft und eine besonders schöne Freundschaft, die ich nie mehr missen möchte!
      Ich genieße es ungemein dich auf allen Kanälen zu treffen und das wir uns so intensiv austauschen!
      Und ja, Yoga habe ich schon ausprobiert und hat mir gut gefallen.
      Aber zur Zeit meditiere sehr intensiv und jeden Tag mache ich 15 Minuten lang eine spezielle Rheumagymnastik. Beides ist ideal für mich!
      Ich grüße dich herzlichst,
      Kirsten

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  3. Liebe Kirsten,
    als Reizdarmpatient kann ich Dich gut verstehen, geht es mir doch ähnlich, wenn auch nicht ganz so stark ausgeprägt.
    Ich wünsche Dir, daß Du die richtige Mischung aus allen Therapieansätzen findest, um ein erträgliches Leben führen zu können.
    Herzlichst
    Dein Nachbar Reinhart

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  4. Liebe Kirsten, tut mir leid, dass es dir wieder schlechter geht. Du weißt ja nach jedem Tief kommt wieder ein Hoch, ich drück dir ganz fest die Daumen, dass es dir bald wieder besser geht. Vielen Dank für deine wunderschönen Zeichnungen, wirklich sehr inspirierend! Viele liebe Grüße, bauchblubbern

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    1. Liebe Alexandra!
      Ich lasse mich doch von einem MC-Schub nicht unterkriegen!!!
      Dank des Kortisons geht es mir inzwischen viel besser und danke für deine lieben Worte,
      Kirsten

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