Montag, 16. Dezember 2013

Das Chilehaus in Hamburg!



Das Chilehaus wurde aus 4,8 Millionen Backsteinen erbaut ! 

Es ist beispielgebend für den Backsteinexpressionismus der 1920er, der von
Backsteingotik und Expressionismus inspiriert war.


Der Bau stellt mit seinen 36.000 m² Bruttogeschossfläche bis zu zehn Stockwerken auf einer Grundfläche von 5.950 m² eines der ersten Hamburger Hochhäuser dar. Mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze nach Osten ist es zu einer Ikone des Expressionismus in der Architektur geworden.




     







Ein Blickfang ist besonders das spitz zulaufende östliche Ende des Klinkerbaus: Wie ein Schiffsbug mutet das Gebäude an – dabei legen die großen Pötte doch an sich im unweit gelegenen Hafen an.







Das Chilehaus in Hamburg von Fritz Höger wurde 1921-1924 erbaut. Das Kontorhaus (Geschäftshaus) war ein Auftrag des Geschäftsmanns Sloman, der sein Vermögen in Chile gemacht hatte (daher der Name). Der Reeder Henry Brarens Sloman - ein Sohn der Stadt Hamburg - war in seiner Jugend mittellos nach Chile ausgewandert und machte dort ein Vermögen mit Salpeter-Minen. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg wurde er zu einem der bedeutendsten Salpeter-Importeure. Das Chilehaus diente ihm als Kontorgebäude. Es liegt im Kontorviertel, dass nach einem großen Stadtbrand und einer Choleraepidemie an der Stelle eines dichten Wohnviertels in der Hamburger Innenstadt errichtet wurde.




Das die dunkle Backsteinfassade trotz ihrer Größe nicht erdrückend wirkt, liegt neben der starken vertikalen Gliederung und den zurückspringenden Obergeschossen.
Auch an den strahlenden weißen 2.800 SprossenFenstern aus Holz.










Jetzt kommt hier auch mal ein bißchen Farbe ins Spiel...
Mittlerweile gehört das Chilehaus mit seinen Mahagoni-Kassettentüren und den beeindruckenden Treppenhäusern zum Weltkulturerbe der UNESCO.



 Überall verteilt findet man Tierfiguren mit Motiven aus Südamerika.






Im Eingangsbereich hat man die ursprünglichen Firmenhinweise nicht abgebaut!






Nun aber raus und ein Blick auf die Speicherstadt, die genau gegenüber vom Chilehaus liegt.


Meine Lieben, ich hoffe ich konnte Euch auf diesem Wege ein wenig Weltkulturerbe 
veranschaulichen!!

Wie gehabt, Eure knightlyart - was sonst !

Kommentare:

  1. sehr schön! wo kommt man denn dort rein?

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    1. Du kommst zu den normalen Geschäftszeiten in alle drei Treppenhäuser rein und es gibt auch überall Fahrstühle! 8 Stockwerke waren mir zu viel ;)
      Und vielen Dank für das "sehr schön"!!!

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  2. Yay! das konntest Du- im Prinzip ist das hier wie mein privater HH-Adventskalender;O)
    Liebe Kirstin,

    ich danke Dir für diesen wunderbaren Artikel und Deinen tollen Comment in meinem Blögchen. Ich werkele immer viel, wenn ich nicht schlafen kann, wenn ich irgendwo warte und auch immer, wenn ich Mittagspause mache.Da kommt dann ganz schön was zusammen an genutzter, ansonsten toter Zeit. Aber im Grunde habe ich immer zu wenig von diesem Stoff hihi

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